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Aus eins wird zwei .... ein Plädoyer für den Zweithund!

Aus eins mach zwei - die Gründe

Was kann einen dazu bewegen zu drei Kindern und einem Hund noch einen weiteren Hund - um das Ganze zu steigern: einen Welpen - hinzuzunehmen?

Zuerst einmal wollte ich schon immer zwei Hunde haben ... es war nur eine Frage des Zeitpunkts. Hunde sind Rudeltiere und einzeln gehaltene Hunde brauchen noch mehr Aufmerksamkeit ihrer Menschen, als Hunde, die zu mehreren gehalten werden.
Das soll nicht heißen, dass es Hunden in Einzelhaltung per se schlecht geht, aber kein Mensch kann seinem Hund den tierischen Gefährten ersetzen - die Körpersprache, das Spiel ... alles ist eben anders.
Hummel war "süchtig" nach Hundebegegnungen, die ihr das Leben hier auf dem Hof und in der ländlichen Umgebung, wo viele Hunde eben "nur" Hofhunde sind, nicht bieten konnte. Auf unseren Spaziergängen trafen wir nur sehr selten ihre Artgenossen. Schon deshalb wollte ich ihr gern die Möglichkeit bieten, zu Hause mit ihresgleichen zu spielen.
Hinzu kam, dass Hummel leider nicht wie erhofft ihre Zuchtzulassung bekam und ich den Traum vom Züchten noch nicht begraben und noch einen Versuch wagen wollte.

Eine erwachsene Hündin wäre ideal gewesen, am Besten mit schon bestandener Zuchtprüfung - aber wo findet man die schon?!
Viele Züchterseiten bin ich hinauf und hinunter "gereist" und dann kam mir der Zufall zu Hilfe und bei den befreundeten "kleinen Strolchen" hatte Enya noch keine Familie gefunden  - ich war sofort "verliebt" und auch mein Mann hatte nichts dagegen .... zwei Wochen später fuhr ich nach Schifferstadt und holte mit Hummel und meiner kleinen Tochter Enya ab.

Wider Erwarten war Hummel nicht wirklich begeistert von unserem Neuzugang! Enya wurde von ihr sehr begrenzt und bei mir kamen Zweifel auf, ob mein Grundgedanke wirklich richtig gewesen war. Aber nach ein paar Tagen war das Eis gebrochen und die beiden spielten miteinander!


Zwei Hunde - halbe Arbeit, doppelte Freude?!

Das war so meine Vorstellung zu Beginn des Projekts "Zweithund" ...

Nach anderthalb Jahren mit zwei Vierbeinern kann ich sagen: Es ist ein Ziel, dem man sich langsam nähert ... aber ein Welpe ist und bleibt eben ein Welpe und erzieht sich nicht von allein! Stubenreinheit und Grundgehorsam werden nicht vom Ersthund vermittelt, so dass für den menschlichen Rudelführer schon ein Stück Arbeit übrig bleibt - auch wenn Hummel in unserem Fall Enya schon das ein oder andere Mal "einnordet", wenn diese nicht ruhig liegen bleiben kann oder nicht gleich wieder kommt, liegt der Hauptanteil der Erziehung bei mir.
Ich gestehe, dass ich mich schon an den gut gehorchenden zweijährigen Hund gewöhnt hatte und mir die Umstellung auf den manchmal etwas begriffstutzigen und/oder ignoranten Welpen, später Junghund, stellenweise schwer fiel und das ein oder andere Mal auch Nerven kostete.
Ebenso guckt sich nicht immer nur die Jüngere die wünschenswerten Eigenschaften von der Älteren ab - sondern auch die Ältere so manchen "Unsinn" von der Jüngeren .... man kann ja mal ausprobieren, was Frauchen dazu sagt! Oder auch "Es besteht eine 50%ige Chance, dass ich beim Rückruf nicht gemeint bin!" bzw. "Wenn Enya sich Essen klaut, darf ich das bestimmt auch?!"

ABER die beiden Damen zusammen zu sehen, wenn sie durch den Garten toben, zusammen auf dem Flur schlafen, mit mir spazieren gehen, bestätigt mich in meinem Grundgedanken "Zwei Hunde doppelte Freude!" für Mensch und Tier.


Fazit

Es bedarf gerade in der Welpen- und Junghundezeit wie beim Einzelhund auch konsequenter Erziehung BEIDER Hunde. Spaziergänge müssen auch mal mit jedem Hund einzeln stattfinden, damit beide mal intensive Aufmerksamkeit allein bekommen und lernen auch einzeln klarzukommen. Die Hundeschule bleibt auch beim zweiten Hund Pflicht. Der Beginn des "Rudellebens" birgt mehr Arbeit, als man es sich eventuell vorstellt und mittlerweile sind die Beiden im Alltag wie meine beiden Jungs ... sich mal ordentlich in die Haare kriegen, aber zwei Minuten später wieder ein Herz und eine Seele sein!

Jje mehr Arbeit investiert wird umso eher und besser nähert man sich dem Wunschziel "Zwei Hunde - halbe Arbeit, doppelte Freude!"




 

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